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Etwa 50 km nordöstlich von Shiraz, liegt am
Fuß des "Kuh-e Rahmat"
(“ Berg der Barmherzigkeit “), die wohl eindrucksvollste historische Stätte
Irans, die alt persisch Pârseh hies. Weltweit bekannt wurde sie unter ihren
griechischen Namen Persepolis, die“Stadt der Perser“.
Auf dem Höhepunkt seiner Macht gründete Darius der Große etwa 518 v.Chr.
die Residenz der Achämenidenkönige . Er ließ Architekten, Künstler,
Hand-werker und Materialien aus allen Teilen des Reiches kommen: Daher sind
urartäische, assyrische, ägyptische, babylonische, griechische, und medische
Einflüße in Architektur und Dekoration erkennbar. Unter Dareius (Darius)
wurde zunächst die Terasse angelegt und mit dem Bau des Apadana sowie
Darius´Palast (Tatschra) begonnen. Darius Sohn und Nachfolger, Xerxes
vollendete diese Bauten und fügte das "Tor aller Länder" sowie seinen
eigenen Palast ( Hadisch ) hinzu.
Der Hundert-Säulen-Saal wurde erst unter seinen Sohn "Artaxerxes"
freigestellt. |
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120 Jahre dauerte es, bis die Bauarbeiten- riesiege Paläste, Archive-und
Verwaltungsräume, Kasernen , Lagerräume, Wohnquartiere der Bedienste,
Werkstätte, Frischwasserkanäle, die hohen Befestigungsmauern und die
Berggrabstätten- der zwei Groß-Könige vollendet waren .
Persepolis diente nicht nur als administratives Zentrum , sondern auch der
Ausrichtung großer Feierlichkeiten, Empfänge und dem Neujahrsfest, zu dem
alle Völker des Reiches ihre Vertreter mit Tributen und Geschenke zum König
der Könige entsandten. Die oben erwähnten Monumente waren nach dem
Niedergang der achämenidischen Dynastie, Jahrhunderte unter Schutt und Asche
begraben. Erst ab 1930 fanden Ausgrabungen statt, zunächst von
Prof.E.Herzfeld & F.Krefter danach vom Oriental Institute of Chicago.
Von den 40er bis in die 70er Jahre grub hier die Iranische
Antikenverwaltung.
Die gesamte Anlage wurde von Unesco zum Weltkulturerbe erklärt.
Bei den
Ausgrabungen sind wunderschönen Reliefs, Inschriften, Skulpturen,
Säulenkopfe, und viele wertvollen Gegenstände wieder ans Tageslicht
gekommen, z. B.der Hauptzugang (die östliche Freitreppe) zum Apadana-Palast
mit ihren herrlichen Reliefs, die als "größte Galerie achämenidischer Kunst"
bezeichnet wird .
Selbstverständlich steht der Besuch von Persepolis immer auf dem Gashttour-
programm.
Nach 200-jährigem Bestand wurde Persepolis
331 v. Chr. von den Truppen
Alexander des Großen in Brand gesteckt. Bereits in der Antike wurde
gerätselt, ob der Brand und die Plünderung von Alexander initiiert waren.
Vieles spricht dafür, dass die Aktion nicht von Alexander ausging und auch
nicht gebilligt wurde. Nachträglich wurde die Zerstörung Persepolis' als
Rache für die der athenischen „Akropolis“
gedeutet. Da Alexander jedoch eine Verschmelzung der Griechen und Perser
fokussierte, kam ihm die Zerstörung der Residenzstadt ungelegen.
Ein Gutes hat die
Brandschatzung gezeigt: durch das Feuer würden etwa 30.000 Tontafeln
gehärtet und blieben über 2.500 Jahre bestens erhalten. So können heutige
Archäologen viele Details nachlesen. |